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Verbundprojekt in Jena startet Jobinitiative für Mütter mit Migrationshintergrund

Jenaer Verbundprojekt stellt Jobinitiative für Mütter mit Migrationshintergrund vor

Jena. Sie haben in ihren Heimatländern Syrien, Jordanien oder dem Irak bereits als Lehrerin, Friseurin oder Agraringenieurin gearbeitet, verfügen über umfangreiche Berufserfahrung und sind hochmotiviert. Als mehrfache Mütter sind sie obendrein Teamplayer, lösungsorientiert und stressresistent. Nun wollen die Teilnehmerinnen des Projekts INTEGRA auch in ihrer neuen Heimat beruflich durchstarten. Möglich macht dies ein Jenaer Verbundprojekt, welches die Frauen von der Ankunft in Deutschland über das Erlernen der Sprache bis zum Berufseinstieg begleitet. Durch die individuelle Beratung seitens erfahrener Sozialpädagoginnen bauen die Frauen Selbstvertrauen auf und werden in ihrer persönlichen Kompetenz gestärkt.

Das Projekt INTEGRA wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" durch das Bundesfamilienministerium sowie durch den Europäischen Sozialfonds gefördert. Das Projekt ist bereits im März 2015 gestartet. Seitdem arbeiten die AWO Jena-Weimar, die ÜAG und das Institut für Interkulturelle Kommunikation Jena in Kooperation mit der Arbeitsagentur, dem Jobcenter und der Stadt Jena zusammen. Individuell beraten sie Frauen zu Fragen des Aufenthaltsrechts, zur finanziellen Unterstützung, zu Erziehungs- und Bildungsfragen (z.B. zu Kitaplatz oder möglichen Ausbildungsberufen) aber auch zu sozialen Angeboten für Familien (öffentliche Bibliotheken, Familienberatungsstellen oder Ausflugszielen). Darüber hinaus haben die Frauen die Möglichkeit, an Gruppenangeboten teilzunehmen oder sich in Mutter-Kind-Stammtischen zu vernetzen. Parallel findet am Institut für Interkulturelle Kommunikation eine sprachliche Qualifizierung statt. Am Ende des Kurses legen die Teilnehmerinnen eine bundesweit anerkannte Sprachprüfung für das jeweilige Sprachniveau (B2/C1) ab.

Das Projekt INTEGRA läuft noch bis 2018. Bis heute haben insgesamt 140 Mütter aus 25 Herkunftsländern an dem Projekt teilgenommen. Viele der Teilnehmerinnen arbeiten heute selbst als Job-Mentorinnen und beraten andere Migrantinnen zum Thema Berufseinstieg.

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