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Ferien-Streetart Camp

Afghanische Rapperin gibt nach ihrer Flucht beim Eastside-Streetartcamp einen Workshop in Jena.

Das Musikerpaar Paradise und Diverse kam aus Afghanistan nach Deutschland. Sie rappen für die Freiheit, die Gleichberechtigung und den Frieden. Foto: Band
Das Musikerpaar Paradise und Diverse kam aus Afghanistan nach Deutschland. Sie rappen für die Freiheit, die Gleichberechtigung und den Frieden.
 

In ihrem Heimatland Afghanistan wurde die Rapperin "Paradise" bedroht und geschlagen. Sängerinnen gelten vielen Afghanen als "Huren", sagte ihr Partner Diverse in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Im Jahr 2008 sei sie die einzige Rapperin in ganz Afghanistan gewesen. Momentan gebe es fünf.

Seit dem vergangenen Jahr leben Paradise und ihr Partner in einem Berliner Flüchtlingsheim. Sie haben ihre Heimat verlassen – zu groß wurde der Druck. Die freie Musikszene der deutschen Hauptstadt begeistert das Musikerpaar, das als "143Band" bekannt ist. 

Am Donnerstag, 14. Juli, sind sie zu Gast in Jena. Sie werden nicht nur ein Konzert, sondern einen Rap-Workshop für Jugendliche geben – beim Ferien-Streetartcamp des AWO-Jugendzentrums Eastside in Jena-Ost. Von Montag, 11. Juli bis zum Freitag, 15. Juli werden im Eastside täglich Workshops in den Bereichen Skaten, BMX, Graffiti, Rap und DJ angeboten. Ab 9 Uhr ist das Eastside geöffnet, 10 Uhr beginnen die Workshops. Die Graffiti-Künstler von "Farbgefühl", Skater des Vereins "Crossroads" und eine Weimarer DJane sowie der Rapper "Bless" leiten die Workshops.

 Etwa 30 Kinder- und Jugendliche ab zwölf Jahren können am Streetartcamp teilnehmen. Noch gibt es in allen Workshops wenige Plätze. 20 Euro Teilnahmegebühr kostet die ganze Woche inklusive Verpflegung und einer Übernachtung im Jugendzentrum am Donnerstag. Finanziert wird die Ferienfreizeit über das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit "Denk bunt".

Der Höhepunkt aber wird sicher der Workshop mit der "143Band". Sicher hat die afghanische Rapperin Paradise, die ihren echten Namen aus Sicherheitsgründen für sich behält, viel über ihr Leben in Afghanistan zu erzählen. Auf den Straßen Kabuls habe sie sich stets verhüllt, auch zum Schutz vor Anfeindungen. Aber jetzt tritt sie in knappen Outfits auf die Bühnen Deutschlands und rappt für die Freiheit.

>>Hier geht es zur Website des Eastside Jena

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